• Barbara Kenner

Blumenkohl ganz essen: Blumenkohlblätter verwenden und Lebensmittelverschwendung vermeiden




Du willst so viel wie möglich verwenden von deinem Gemüse? Hast das Gefühl, da muss doch noch mehr möglich sein? Du hast Recht! Wir werfen viel zu viel weg. Und berauben uns damit vieler Köstlichkeiten. Du kannst deinen Blumenkohl ganz essen. Und damit dir das gelingt, gibt es hier ein paar Zero Waste Blumenkohl Tipps. Damit du auch die Blumenkohlblätter in deinen Rezepten verwenden lernst.


Wie unser Freund in Zimbabwe Blumenkohlblätter verwenden lernte

Es gibt eine kleine Geschichte von einem meiner Freunde – er hat ein landwirtschaftliches Praktikum in Zimbabwe gemacht. Sie bauten neben vielen anderen Gemüsesorten auch Blumenkohl an. Es kam die Zeit der Ernte. Und er stellte erstaunt fest, dass die Blüte weggeworfen wurde und mit den Blättern gekocht wurde. Wir haben so gelacht, auch bei der Vorstellung, dass jemand aus Zimbabwe zuhause genau die gleiche Geschichte erzählen würde „Stell dir vor, die werfen die guten Blätter weg und essen die Blüte!!!“


Trau dich, iss den ganzen Blumenkohl, nicht nur die Blüte

Aber eines ist uns dabei aufgefallen ist, beides ist essbar und auch superlecker. Und das tue ich auch seitdem. Ich säubere die Blätter des Blumenkohls, schneide sie in feine Streifen und mische sie unter die Röschen. Die dickeren Teile der Blätter sind manchmal etwas zäh, du merkst beim Schneiden, wie weit du sie verwenden kannst, wenn es schwierig wird durchzukommen, einfach aufhören.Und auch den dicken Teil des Stiels, der übrig bleibt, wenn ich die Röschen abtrenne wird in feine Stückchen gehackt und untergemischt. Falls er eine harte Haut hat, das passiert manchmal, wenn er schon etwas gelagert wurde, dann säubere ich ihn so: Ich fange oben an und schneide die weicheren teile, von denen ich die Röschen abgeschnitten habe kreuzweise ein und schneide ganz feine Streifchen ab, bis ich merke, die Haut des restlichen Stiels bietet Widerstand. Dann schäle ich diesen Teil und schneide ihn hinterher klein. Wenn du dir nicht ganz sicher bist, ob du das richtig gemacht hast, kannst du auch ein paar Stücke kauen. Die zähen Teile fühlen sich im Mund wie schlecht geschälter Kohlrabi an, die guten schmecken eher zart und frisch.


Denk dir neue Rezeptideen aus – mit dem ganzen Blumenkohl!

Sehr lecker ist es, den Blumenkohl zu kochen und die Blatt- und Stielstreifchen mit Zwiebeln zusammen zu einer feinen Sauce zu verarbeiten. Du kannst aber auch sehr gut in einem Auflauf die kleinen Stückchen mit untermischen z.B. in einer Reis-Ei-Gewürzmischung(vegan mit Seidentofu und Mandelmehl) und die Röschen obendrauf legen. Hier würde ich ein wenig Öl mit Zitronensaft und Zitronenschale drüberträufeln, damit nichts anbrennt. In unserem Kochbuch findest du eine Rezept zu Blumenkohlpasta, da wird der Blumenkohl eh püriert, da fällt es sowieso nicht auf.


Und was mache ich mit den zähen Teilen?

Wir haben dann ja auch noch Kaninchen, die diese Teile supergerne essen. Und natürlich einen Komposthaufen. Auf dem Lande ganz einfach, aber auch für Balkone gibt es mittlerweile Schnellkomposter, die dir feine Blumenerde liefern können.


Lass deiner Kreativität freien Lauf!

Also, bitte wirf nicht so viel weg, probiere ein wenig rum, dabei kommen wunderbare neue Ideen, die teilweise auch noch richtig was hermachen heraus. Auf jeden Fall hast Du ein Gesprächsthema für deine Gäste, um die Stimmung aufzuheitern, es ist ein richtiges Aha-Erlebnis für manche Menschen. Wir lernen so viele Dinge im Laufe unseres Lebens, die wir dann einfach weiter machen, ohne sie zu hinterfragen und manchmal zeigt sich so etwas an einem einfachen Blumenkohl.


Wie verwendest du den ganzen Blumenkohl? Wir freuen uns auf deine Tipps und Lieblingsrezepte in den Kommentaren! Poste gerne ein Bild von deinem liebsten Blumenkohlrezept unter dem Hashtag #kennerküche oder markiere unser Profil @kennerkueche für die Chance, in unserer Story geteilt zu werden!



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